Historie

GKKG – Chronik
GKKG ….“die Gruuße…..dat is Kowelenz“

 Wie alles begann … schrieb Dieter Lang in seinem Prinzenjahr 1997 in der Jubiläums-Festschrift über „150 Jahre Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft“.

Hier bringen wir den Aufsatz im Originalwortlaut und aktualisieren anschließend die folgenden und die letzten 12 Jahre bis heute.

Die Geschichte der „Großen“ und damit auch des Karnevals in Koblenz ist reich an Höhepunkten und glanzvollen Ereignissen. Sie hat aber auch Tiefen und lange Durststrecken gehabt. Auf jeden Fall ist die Geschichte der Gesellschaft geprägt von klangvollen Koblenzer Namen und engagierten Aktiven, die über Jahrhunderte hinweg ein wichtiges kulturhistorisches Erbe gehütet und gepflegt haben. Die Fastnacht am Rhein hat vielfältige, historische Wurzeln, weit über die Zeit der Römer hinaus. Dementsprechend muss eine Chronik des Karnevals in Koblenz ihre Leser tief in die Vergangenheit zurückführen. Hier hat Dieter Buslau mit seinem Buch „2000 Jahre Karneval in Koblenz“ Pionierarbeit geleistet und diese Jahrhunderte Revue passieren lassen.

Unsere Chronik einer 150jährigen Vereinsgeschichte beginnt mit der Darstellung des närrischen Lebens in Koblenz zur Endzeit der kurfürstlichen Herrschaft. Und dies mit gutem Grund:

Erstens überstand die Koblenzer Fastnacht die Attacken der preußischen Regierung nur, da überzeugend nachgewiesen werden konnte, dass Karneval bereits unter dem Krummstab gefeiert worden war. Denn diesen hatten die Preußen zur Voraussetzung einer Genehmigung weiterer Narretei gemacht.

Zweitens hat der Koblenzer Karneval bei allen Verbindungen mit Köln auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Traditionen aus der Zeit vor 1789 zurückgegriffen. Und drittens fanden sich bei den Archiv-Recherchen Beschreibungen des Karnevals der Kurfürstenzeit, die den bisherigen Chronisten der Koblenzer Fastnacht unbekannt gewesen sind. Diese Beschreibungen entstanden in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als preußische Beamte mangels schriftlicher Quellen noch lebende Zeitzeugen zum Thema Karneval befragten.

Unter der französischen Besetzung von 1797 bis 1813 kannte die Karnevalsbegeisterung, wie die Chronisten berichten, keine Grenzen. Die französischen Behörden erkannten rasch die Harmlosigkeit des Karnevals, nachdem sie anfangs unter dem Deckmantel der Fastnacht politische Umtriebe vermutet hatten. Zum Teil wurde die Bevölkerung sogar zum Feiern ermuntert, denn durch die Genehmigung dieser alten Bräuche hoff ten die Franzosen die Loyalität zur neuen Regierung zu stärken. Allerdings war die Verspottung von Militär und Beamten weiterhin verboten. Vermutlich waren weder die Preußen noch die Rheinländer mit dem Beschluss des Wiener Kongresses zufrieden, , der die Rheinländer 1815 dem Königreich Preußen zusprach. In Berlin zweifelten der König und seine Beamten, ob man aus den Rheinländern gute Preußen werde machen können. Hatten diese Leute doch nicht nur die relativ milde Herrschaft der geistlichen Kurfürsten genossen. Hinzu kamen rund 20 Jahre französische Herrschaft, deren „unerhörte Gedanken“ von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sicher noch in den Köpfen der Leute herumspukten. Man würde die Sache daher im Auge behalten müssen. Dennoch erregten die ersten Koblenzer Karnevalsfeiern nicht den Argwohn der preußischen Regierung. Aber nachdem 1827 „Held Karneval“ sein närrisches Reich offenbar sehr erfolgreich von Köln auf Koblenz ausgedehnt hatte, wurde man misstrauisch.

Der König und seine Beamten waren sich nie sicher, wie sie den Karneval einzuschätzen hätten. Neben der Furcht, hinter dem Karneval stünden unerwünschte politische Bewegungen, stand die Sorge, der Aufwand für die Veranstaltungen könne Teile der Bevölkerung wirtschaftlich überfordern. Im November 1923 kommt es in der Weinwirtschaft „Kaiser Otto“ zur Gründung einer ersten Karnevalsgesellschaft in Koblenz. In rascher Folge werden dann weitere Karnevalsgesellschaften gegründet, neben der „Coblenzer Carnevals Gesellschaft“ die „Winterabend-Gesellschaft“, die „Neue Idee“, die „Eierkranz-Gesellschaft“ und die Vereine „Eintracht“, „Scherz und heitere Laune“ sowie ein „Carnevalsverein“, um nur einige zu nennen. Bevorzugte eranstaltungsorte waren neben dem Stadttheater die Säle von Peter Colling, von Hubert Hürter am Löhrtor, die “Drei Reichskronen“ und die „Drei Schweitzer“. Ende der 20er Jahre präsentierte sich erstmals der eigentliche Vorläufer der späteren „Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft“. 1825 hatte sich die „Coblenzer Carnevals Gesellschaft“ gegründet. Doch Streitereien, das alte Übel im Koblenzer Karneval des vergangenen Jahrhunderts, führte 1838 zur Abspaltung und Gründung der „Neuen Coblenzer Carnevals Gesellschaft“. Sie gehörte bald zu den aktivsten in der „Szene“. So gehörten ihr nach einem Bericht des „Coblenzer Anzeigers“ 1840 rund 180 Mitglieder an. Offenbar besaß die neue Gesellschaft gute Kontakte zur Presse, denn über ihre Veranstaltungen wurde sehr ausführlich berichtet. Veranstaltungsorte waren der Saal Peter Colling, aber auch das Stadttheater. Problematischer waren dagegen die Zeit nach Aschermittwoch. In einer Anzeige suchte der Kassierer der „Neuen“, bei einem an der Castorkirche wohnenden Herr Eckstein, einen Raum zur Lagerung der Kostüme und anderer Requisiten. Auch 1841 lud die „Neue“ zu Bällen und „Caffee-Visiten“ ein, wobei dem geneigten Publikum zur Beruhigung versichert wurde, auf den letzteren müsse nicht nur Kaffee getrunken werden, es gäbe auch ausreichend Wein.

Ein großer Erfolg waren die von Laienspielern der „Neuen Coblenzer“ gegebenen Vorstellungen im Stadttheater. 1841 präsentierte man „Hanswurst`s Geburt und Triumphzug“, „Hanswurst`s tolle Schnurren“ und „Hanswurst`s Reise in den Mond“. Im folgenden Jahr gab es der „Deutsche Michel“. Laut Ankündigung waren es alles Komödien mit Gesang. Für alle Fälle baten die Veranstalter, jede Missfallenskundgebung aus Rücksicht auf die Darsteller zu unterlassen, da diese sonst völlig aus dem Konzept gebracht würden. In diesen Vorstellungen kostete die Loge 15 Silbergroschen, Parterre 10 Silbergroschen und ein Platz auf der Galerie 5 Silbergroschen.

Im Vergleich kostete damals ein zweipfündiges „Oberländer Brot“ 1 Silbergroschen 7 Pfennige, für das Pfund Ochsen- bzw. Schweinefl eisch zahlte man 3 Silbergroschen.

Der Aufstieg der „Neuen Coblenzer“ war seit 1840 weiter fortgeschritten, ihre Veranstaltungen waren gut besucht. So zog es 1844 über 300 Personen in den Saal von Peter Colling. Aus demselben Jahr finden wir einen weiteren Beleg, welchen Ruf der Koblenzer Karneval inzwischen in ganz Deutschland hatte, und dass es keinen Grund gab, sich vor der klassischen „Hochburg“ Köln zu verstecken. In Königsberg in Ostpreußen(!) hatte sich nämlich ein Verein der Karnevalsfreunde gegründet, zu dessen Unterstützung die „Neue“ umgehend eine Sendung Insignien und ein Ehrendiplom anfertigte. Unabhängig von den Erfolgen der „Neuen Coblenzer“ war das Jahr 1844 einer der Höhepunkte in der Geschichte des Koblenzer Karnevals, der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben der „Neuen Gesellschaft“ luden der „Carnevalsverein“, die“Eierkranz-Gesellschaft“, die „Neue Idee“ und die Gesellschaft „Scherz und gute Laune“ zu ihren Veranstaltungen ein. Beim Durchstöbern der alten Zeitungen fällt auf, dass gerade die Veranstaltungen der „Neuen“ immer wieder ausdrücklich genannt werden.

Weniger aktiv war in diesem Jahr die „Coblenzer Carnevals-Gesellschaft“, die „Mutter“ der „Neuen Coblenzer“. Möglicherweise lag dies daran, dass sich einige ihrer führenden Mitglieder dem neben dem Karneval liebsten Thema der Koblenzer Narren hingaben: Sie stritten sich in mehreren Artikeln heftig mit Mitgliedern der Gesellschaft „Neue Wege“ über das Verdienst beider Seiten am Koblenzer Karneval und über das Niveau der Sitzungen. Nach den Darstellungen von Josef Eisenach, Alexander Ilgner und Dieter Buslau hat diese „Namenserweiterung“ bei den übrigen Koblenzer Gesellschaften Empörung ausgelöst. Doch in den damaligen Zeitungen findet sich nichts dazu, obwohl es doch für Artikel mit pseudo-anonymen Unterschriften wie „Ein Freund der Wahrheit“ usw. ein dankbares Thema gewesen wäre.

Der Erfolg seit der Gründung stärkte das Selbstbewusstsein der Mitglieder der „Neuen Coblenzer“ so sehr, dass diese Gesellschaft sich 1846 den Namen „Große Coblenzer Carnevalsgesellschaft“ gab.  Bereits 1846, also ein Jahr vor dem bisherigen „offi ziellen“ Gründungsdatum lud die “Große“ erstmals unter diesem Namen zu ihren Veranstaltungen ein. Wie dem auch sei, die „Große“ – unsere „Große“ ist in der Welt, geographisch in Koblenz. In den folgenden 150 Jahren ist der Karneval auch ein Spiegelbild der Zeit und der Gesellschaft. Es gibt viele schlechte Zeiten mit Kriegen, Not und Umbrüchen, wo wir es heute nachfühlen können, dass den Menschen der Sinn nicht nach Freude und Ausgelassenheit stand. Es gibt aber auch viele Zeiten des Überschwangs, des Übermuts. Und immer ist die “Große“ mit ausgesprochen engagierten Mitgliedern dabei. Johann Anton Leroy, Anton Neidhöfer, Christian Dommershäuser, Josef Tillewein, um nur einige Namen des vorigen Jahrhunderts zu nennen, begründen eine Tradition, die sich vor dem Zweiten Weltkrieg über Jaen Brünning, Josef Eisenach, Karl Engels, Karl Hartmann, Johannes Dahm, Willi Lescrinier und Jupp Flohr nahtlos fortsetzte. Dann kommt der furchtbare Krieg, der unsere geliebte Heimatstadt in Schutt und Asche legt. Aber 1947 ist die „Große“ wieder da und mit ihr bekannte Vorkriegsnamen. Es ist die Zeit des Wiederaufbaus, die Zeit, den Menschen ihr Lachen, ihr Leben wiederzugeben. Willi Lindner übernimmt das Amt des Sitzungspräsidenten von Jupp Flohr, Jupp Dommermuth das Amt des Vizepräsidenten von Karl Hartmann. Neben dem Namen Dommermuth, der für die kommenden fünf Jahrzehnte für die „Große“ prägend sein wird, gibt es die „Hörters“. Während der Vater bereits vor dem Krieg einen Namen im Koblenzer Karnevalsgeschehen hat, macht der Sohn Willi sich nach dem Krieg einen Namen. Zuerst bei Rot-Weiß Koblenz, dann bei der „Großen“ Koblenzer. Zusammen mit Mia und Herbert Lang, Peter Dommermuth bestimmt er rund 40 Jahre die Geschicke eines Vereins, der eng mit der Koblenzer Stadtgeschichte verwurzelt ist. Viele andere Namen sind eng verbunden mit der Gesellschaft. Zu viele, um sie in diesem kurzen Abriss erwähnen zu können.

Soweit der Text von Dieter Lang in der Ausgabe von 1997. Ab jetzt sollen die nächsten Jahre danach bis heute chronologisch dokumentiert werden.

 

1997

Im Jahre 1997 war, wie schon erwähnt, unser 150jähriges Jubiläum, das zugleich auch ein Prinzenjahr war. Prinz Dieter I. (Lang) von der „Grossen“ und Confluentia Sandra (Diell) verkörperten das Tollitätenpaar und absolvierten die Session professionell mit ihrem Tross. Leo Wingen war jedoch schon seit 1996 Protokoller. Im Festheft erinnerte ein Faksimiledruck an die Genehmigung der französischen Militärregierung aus dem Jahr 1947 für die Wiederaufnahme der karnevalistischen Tätigkeiten in Verbindung zum 100jährigen Jubiläum. Höhepunkte der Jubiläums-Veranstaltungen waren der Gedenkgottesdienst in St. Kastor mit anschließender Mundart-Matinee im Stadttheater und der Empfang im Kurfürstlichen Schloss. Karl Rosenbaum wurde zum 65. Geburtstag 1996 gratuliert, Katharina Schaaf versorgte uns mit ihren köstlichen Gedichten. Den größten Verlust hatte der Verein mit dem Ableben unserem Ehrenpräsidenten und Ehrenvorsitzenden Willi Hörter (gestorben 08.1996) zu beklagen.

Bei den Wahlen 1997 gab es einige Umstellungen im Vorstand. Günter Glade wurde Geschäftsführer und den Schriftführer verkörperte Gerhard Lütke, während Leo Wingen als Beisitzer in den Vorstand eintrat. Generalfeldmarschälle wurden Michael Becker und Harald Nitzsche und Peter Dommermuth wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Hans Nobel erhielt den Moddersprochpreis. Elfter Auftritt der Bänkelsänger Rolf Ditt und Michael Parma, die den Saal auch in den folgenden Jahren zum Kochen brachten. Es standen auch eine ganze Reihe von Jubiläen an. So feierte Herbert Lang seinen 70., „Krombier“ Rolli Diell wurde 60, Leo Wingen 50 Jahre alt, Manfred Gniffke erhielt den Orden “Pour le Carneval“, Karl Rosenbaum den „Zinnhannes-Kulturpreis“, aus Sandra Diell wurde Sandra Hürter.

Auf Fort Konstantin fand das Vereinsfest erstmals mit vielen Ehrungen für langjährige Mitglieder statt. Leider mussten wir uns in diesem Jahr vom Ehrenvorsitzenden Hans Maurer und dem über Jahrzehnte treuen Mitglied Heinz Thiel verabschieden (beide verstorben 1997).

1999

Das Jahr der ersten GKKG-Fernsehsitzung, die vom SWR übertragen wurde. Willi Katzwinkel übernahm den Schatzmeisterposten. Die“Krombier“ verabschiedete sich aus der Bütt der „Grossen“.

Im gleichen Jahr  übernahm Leo Wingen den Vorsitz gemeinsam mit Petra Schreiber als Stellvertreterin. Nach einigen Jahren mit drei Prunksitzungen gab es 2000 nur noch derer zwei. Mia Lang wurde nach 50 Jahren Mitgliedschaft zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Verleihung der Verdienstmedaille an Manfred Gniffke durch Ministerpräsident Kurt Beck. Geburtstage gab es zu feiern: Katharina Schaaf wurde 85 und Günter Glade 60 Jahre alt. Abschied nehmen mussten wird unter großer Beteiligung von Mia Lang und Peter Dommermuth.

2001

2001 übertrug der SWR zum zweiten Mal unsere Sitzung im 3. Programm. Der Ball und die Disco-Party in der Rhein-Mosel-Halle fand zum letzten Mal statt. Den Orden gab es als begehrte Brosche. Zum ersten Mal wurde in der Heftmitte unseres Sessionsheftes ein großes Buntbild abgedruckt. Godehard Juraschek erhält den Orden „Pour de Carneval“, Karl Rosenbaum feiert seinen 70., Anni Muders ihren 90. und Dieter Rüttgers, der uns seit einigen Jahren mit nostalgischen Beiträgen versorgt, seinen 60. Geburtstag.  Bei den Wahlen 2001 wird Dirk Schwabenland Schatzmeister und Dirk Barth Generalfeldmarschall der Infanterie. Die Tanzgruppen werden personell immer stärker und die Brunnenelfen verschönern die Bühne mit ihrem Charme.

2003

2003 enden unsere Veranstaltungen in der Großsporthalle mit der Königsbacher Power-Party. Rolf Perscheid erstmals, Sabrina Liedtke zum dritten Mal in der Bütt. Altstadtpänz etablieren sich. Die  Hotzels kommen als Ratten. Helmut Hamacher, unser „Hauskutscher“, feierte seinen 70. Im  Stadttheater findet eine gut besuchte Moddersproch-Matinee statt. Dirk Crecelius erhält den Moddersproch-Preis. Karl Rosenbaum erliegt seinem schweren Leiden ausgerechnet am Tag unserer 1. Prunksitzung und wird mit großer Trauer verabschiedet.

2004

2004 ist die Verbindung mit dem Bundesbahn-Sozialwerk 30 Jahre alt. Rolf Ditt wird 2. Vorsitzender und Yvonne Rörig Schriftführerin. Zum dritten Mal geht eine GKKG-Sitzung per SWR in die Fernsehkanäle. In diesem Jahr können wir dem närrischen Volk endlich unsere neue Fahne präsentieren. Lange hat es gedauert. Generationenpreis für Dirk Crecelius von Ministerpräsident Kurt Beck. Katharina Schaaf versorgt uns weiterhin Jahr für Jahr mit ihren herrlichen Gedichten, und sie wurde dafür in ihrem Zuhause mit dem Orden ausgezeichnet. Ein besonderer Einschnitt war das Ende der Präsidentschaft von Manfred Gniff ke, der sein Amt an Marcus Perz übergab. Großer Dank war selbstverständlich und Günter Glade konnte ihm die Urkunde zum Ehrenmitglied überreichen.

2005

Das erste Jahr nach Manfred Gniffke, Marcus machte seine Sache gut und begann seine Karriere mit einem Lied als Entree der Sitzung. Jürgen Koch übernahm das Amt des Schatzmeisters mit Claudia Probst als Stellvertreterin. Dirk Crecelius stieg in den Vorstand als Pressewart ein, Markus Seibel steigt erstmals in die Bütt. Der Uniformappell erstmalig im Löhr-Center mit der Ordensausgabe. Viele Sommer-Aktivitäten der Aktiven wie Ausfl ug nach Köln, Grillfest in Metternich, Schiffstour in Garde und Vorstand. Die Bänkelsänger traten leider letztmalig als die Stimmungsmacher auf.

2006

Im Jahr 2006 setzte sich nach Neuwahlen in 2005 der Vorstand neu zusammen. So wurde Claudia Probst stellv. Vorsitzende, Dirk Crecelius übernahm die Geschäftsführung, Vizepräsident wurde Harald Nitzsche. Ein besonderes Highlight war das Kinderprinzenpaar 2006, bei dem Dorian Crecelius die  Rolle des Kinderprinzen spielt. Es ist eine Kooperation mit den Rheinfreunden aus Neuendorf. Rolf Ditt wird mit dem Moddersproch-Preis ausgezeichnet. Geblinkt wurde nach Leibeskräften für den Wiederaufbau des Spielhauses am Moselufer durch den Verkauf von „Blinkis“. Hans Nobel übernahm den Hotzelvadder und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Die „Grosse“ besuchte das ZDF. Die „Narhalla München“ besuchte, dank Gerd Kesseler, Koblenz und war bei uns spektakulär zu Gast.

2007

2007 war das Jahr unseres 160. Jubiläums, das auch besonders gefeiert wurde. Es begann mit dem Uniformappell am 08. Januar im Löhr-Center und setzte sich am 21. Januar um 11.11 Uhr mit dem Jubiläumsempfang im Hause der Firma Eugen König fort. Besonders zu danken sei in diesem Zusammenhang der Sparkasse Koblenz für ihre Unterstützung bei unseren Bemühungen. Ein besonderes Vorhaben wurde im Frühjahr umgesetzt: Ein kleiner Film sollte Koblenz auf die Prinzensaison 2010 einstimmen. 2007 war auch das Jahr, an dem einige Preise ihre Premiere feierten, so der Nachwuchspreis (Dorian Crecelius, Julia Wilsdorf ). Viele verdienstvolle Vereinsmitglieder wurden mit der Verdienstnadel geehrt und der erste Ehrenpreis für Verdienste im Sponsorenbereich ging an Dr. Rolf-Eugen König. Für 25 Jahre im Verein gab es für Artur Eierstock, Karl-Heinz Scherhag und Hans-Werner Stutzke die Silberne Ehrennadel, Dr. Heinz Peter Volkert war 50 Jahre Vereinsmitglied. Ein Dance Workshop für Jugendliche wurde in der Discothek Agostea  veranstaltet. Im Herbst war Premiere für die „Gruuße Gala“ im Cafe`Hahn, der ein toller Erfolg bescheinigt wurde. Ebenso erfolgreich war die „Kowelenzer Weihnacht“ in der Vorweihnachtszeit im Schloss. Die Aktion „Blinki“ wurde mit einem Scheck an den OB Dr. Eberhard Schulte-Wissermann zur Unterstützung beim Wiederaufbau des Spielhauses am Peter-Altmeier-Ufer beendet. Anja Balschun schrieb ihren ersten Betrag für das Sessionsheft. Manfred Gniffke gab einen aufschlussreichen Bericht über seine Zeit als Präsident der „Grossen“ im Heft. Im Sessionsheft war auch ein großer Block aus der Vergangenheit unserer Gesellschaft zur Erinnerung für die Mitglieder abgedruckt.

2008

2008 wurden in der Jahreshauptversammlung einige neue Vorstandsmitglieder gewählt: Schatzmeisterin Silke Rosengard, Vizepräsident Wolfgang Maus, stellv. Geschäftsführer Ralf Scheuchner und Beisitzerin Angela Metzdorf. Auch gab es Jubiläen einiger Büttenasse zu verzeichnen; Leo Wingen feierte 60. Geburtstag. Dieter Rüttgers wurde 67 und war 40 Jahre in der GKKG aktiv. Manfred Gniffke 35 Jahre und Hans Nobel waren es seit 50 Jahren. Weiter ist zu erwähnen, dass Jupp Dommermuth vor 100 Jahren geboren wurde und sein Bruder Peter 40 Jahre zuvor Prinz wurde. Der 100. Geburtstag von Jupp Dommermuth war guter Anlass, eine Broschüre herauszugeben. Die Skyliners sind unsere neue Band auf der Empore. Dr. Heinz Peter Volkert wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Die Verdienstnadel erhielten Günter Glade, Harald Nitzsche, Yvonne Rörig, Sandra Weigele, Leo Wingen, Dieter Rüttgers und Godehard Juraschek. Den Nachwuchspreis bekamen Judith Christ und Verena Hommer, den Großen Ehrenpreis Willi Perz und Dieter Rüttgers die erste Gebrüder Dommermuth-Medaille. Stefan Wingen wurde am 12. April in Eichstätt zum Priester geweiht und bei seiner Primiz in St. Josef auch zum Vereins-Geistlichen ernannt.

2009

2009 begann wiederum mit dem Uniformappell im Löhr-Center. Artur Eierstock erhielt den Großen Ehrenpreis überreicht, Günther Glade wurde Ehrenmitglied, Marcus Perz, Dirk Crecelius und Michael Becker können sich die Verdienstnadel ans Revers heften, Nachwuchspreisträger sind Tobias Bilo und Nicole Schreiber. 25 Jahre Mitglied sind Michael Becker, Dirk Barth, Angela Becker, Heinz Kassung, Michael Hörter und Heinz A. Rebischke, 50 Jahre sind es bei Hans Nobel. Leo Wingen und Manfred Gniffke wurden mit der Dommermuth-Medaille geehrt, Sandra Weigele trat als Trainerin der Showtanzgruppe zurück. Die „Große“ lud im Vorfeld zur Prinzensession unverzichtbare Gäste zu den Kowelenzer Köstlichkeiten ins Coenen-Palais ein. Das Schlachtfest hatte das Motto „Rund um die Kartoffel“. „Kowelenzer Weihnacht“ und die „Gruuße Gala“ fanden wieder erfolgreich statt. Einen besonderen Tag erlebte Dirk Crecelius. Er wurde von OB für ein soziales Engagement mit der Ehrennadel der Stadt Koblenz geehrt. Die Vorbereitungen für die Prinzensession 2010 liefen auf vollen Touren, so wurde auch eine Halle in der Fritsch-Kaserne angemietet, wo ein Wagen für den Rosenmontags-Zug entstand. Ferner haben viele Zusammenkünfte stattgefunden, um die Prinzensession vorzubereiten und als besonderes Highlight fand Anfang September 2009 in Bitburg ein Wochenende statt, um alle Hofstaat-Mitglieder auf ihre Ehrenämter einzuschwören. Kostüme und Co. waren zum größten Teil fertig. Anfang November wurden Prinz Marcus (Perz) I. von Druck und Narretei sowie Confl uentia Claudia (Probst) der Presse vorgestellt und am 11.11. allen Koblenzer Narren auf dem Jesuitenplatz. Eine extra für die Session anfertigte Fahne begleitete Prinzenpaar und Hofstaat auf allen Veranstaltungen.

2010

Bei rund 350 Auftritten des Prinzenpaares 2010 verbreiten Marcus, Claudia und der Hofstaat unter der Leitung von Hofmarschall Ralf Scheuchner Stimmung in allen Sälen.

Dorian Crecelius kündigt als Till die Tollitäten an und überall erklingt das Lied „Mir sain Prinz“ von den AltstadtPänz und wird zum Hit der Session. Ein besonderer Höhepunkt ist der Auftritt der „Großen“ als Gast bei der Münchner Narhalla in München bei der Verleihung des Karl Valentin Preises an Maria Furtwängler. Als Anerkennung für seinen Einsatz bei der „Großen“ erhält Hoffotograf Godehard Juraschek die „Goldene Gruuße Kamera“ und Gerd Kesseler wird für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Bei der Gala lässt Seifenblasenkünstler Hammou Confl uentia Claudia in eine Seifenblase einpacken. Dieter Siefarth und Dirk Crecelius erhalten die Dommermuth Medaille, Christina Becker den Nachwuchspreis.

2011

In diesem Jahr müssen wir für unsere Sitzungen in den Wallersheimer Kreisel umziehen, da die Rhein-Mosel-Halle noch nicht fertig saniert wurde. Die Messehalle ist sehr gut herausgeputzt, doch sie kann die RheinMosel Halle nicht ersetzen. Beim Rosenmontagszug gibt es leider einen schweren Unfall mit einer Ordnerin. Der „Große Ehrenpreis“ wird 2011 ausnahmsweise zwei Mal vergeben. Die Preisträger sind Frank Bastian und Karl-Heinz Koniezny. Janine Schmehl wird für 25 Jahre  Mitgliedschaft geehrt und Hans-Dieter Rüttgers zum Ehrenmitglied ernannt. Dr. Albert Esser, unser Schnisschwaader, wird mit der Dommermuth Medaille und im Sommer 2011 auch mit dem Moddersprochpreis geehrt. Marc Helmes und Simone Stutzke erhalten den Nachwuchspreis. 2011 steht in Koblenz alles unter dem Zeichen der BUGA und Koblenz verwandelt sich äußerst positiv. Bei den Vorstandswahlen im Juni 2011 steht ein Generationswechsel an der Spitze des Vereins an. Claudia Probst übernimmt den Vorsitz von Leo Wingen. Thomas Than wird neuer Präsident, Michael Becker zweiter Vorsitzender und Dr. Albert Esser neuer Beisitzer. Es gab aber auch Momente des Abschieds. Innerhalb einer Woche verliert die Große zwei ihrer Ehrenmitglieder. Katharina Schaf stirbt im gesegnetem Alter von fast 96 Jahren, Günter Glade wird nur 71 Jahre. In einem feierlichem Gottesdienst in der St. Josef Kirche unter großer Anteilnahme der Mitglieder wird für die Verstorbenn gebetet. Zum fünften Mal findet nun schon die Kowelenzer Weihnacht im wiederum ausverkauften kurfürstlichem Schloss statt. 2011 gibt es auch tolle Vereinsausfl üge, so zu den Roten Funken nach Köln und auf den Trierer Weihnachtsmarkt.

2012

Auch 2012 musste die Große, bedingt durch den Umbau der Rhein Mosel Halle, ihre Sitzung im Festzelt Wallersheimer Kreisel durchführen. Es gab auch nur eine Sitzung, weil das BSW verzichtete. Thomas Than schwang mit Bravour zum ersten Mal die Präsidentenschelle. Unter seiner Regie veranstaltete die GKKG eine reine Mädchensitzung in der Kulturfabrik unter dem Motto: „Achtung: Männerfreie Zone!“ mit großem Erfolg. Das Autohaus Löhr Automobile Toyota übernahm, dank Elferratsmitglied Oliver Ehrlich, den Jubiläumsempfang zu 15×11 Jahre GKKG. Bei diesem Empfang wurde Marcus Perz für seine großen Verdienste, nicht nur als Prinz, mit dem großen Ehrenpreis ausgezeichnet. Mit Ex-Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann wurde erstmalig einem Nichtmitglied die Dommermuth Medaille verliehen. Weiterhin wurden mit dieser begehrten Auszeichnung Andreas Bilo und Rolli Diell geehrt. Im Juni übernahm die Große das Koblenzer Altstadtfest von der Altstädter Brunnengemeinschaft. „Onner dä Zwiwelsthärm“ wurde zwei Tage lang kräftig gefeiert mit einem hochengagiertem Team. Das gute Wetter und großartige Musik ließen schon die Vorfreude auf das nächste Jahr aufkommen. Mit Werner Wiemers verließ einer der bekanntesten Koblenzer Karnevalisten und langjähriges Mitglied für immer die Bühne des Lebens. Die Kowelenzer Weihnacht 2012 fand zum sechsten Mal vor ausverkauftem Haus im kurfürstlichen Schloss statt.

2013

Das Jahr 2013 wird wohl als das Trauerjahr in die Geschichte der „Großen“ eingehen. Mit ihrem Ehrenmitgliedern Dr. Heinz-Peter Volkert, Leo Wingen und Ex Prinz – Präsident Marcus Perz , sowie kurz vor Jahresende Heinz Kassung, verliert der Verein Persönlichkeiten, die die GKKG und den Koblenzer Karneval über Jahrzehnte bedeutend geprägt haben. Zunächst hatte das Jahr mit einer Ehrungsfeier im Hause der Sparkasse begonnen. Dabei erhielt Oliver Ehrlich vom Löhr Autohaus Toyota den „Großen Ehrenpreis“, Wladi Elsner und Marlis Weiß wurden mit der Dommermuth Medaille ausgezeichnet und Gerd Kesseler zum Ehrenmitglied ernannt. Die Sitzungen standen unter dem Motto „Wieder daheim“ . Endlich war die Rhein Mosel Halle fertig renoviert und die Mädchensitzung, Prunksitzung und die Sonntagssitzung mit dem Bahnsozialwerk fanden wieder dort statt, wo sie hingehörten. Bei der Kindersitzung waren die Rheinfreunde aus Neuendorf zum ersten Mal Partner zusammen mit den Funken Rot Weiß und dem AHC. Pastor Peter Bleeser gestaltete am Karnevalssonntag in der Liebfrauenkirche einen beeindruckenden Gottesdienst für die Koblenzer Karnevalisten. Zum zweiten Mal war die Große Ausrichter des Altstadtfestes und die Altstadt platzte vor lauter Menschen aus allen Nähten. Die Gülser Obermöhn Gitti Knipp wurde dabei mit dem Moddersprochpreis ausgezeichnet. Die Kowelenzer Weihnacht wurde zum siebten Mal – natürlich zwichenzeitlich als Geheimtipp ausverkauft – erfolgreich im kurfürtstlichen Schloss veranstaltet.

(Stand: 30.01.2014 | Bearb.: D.Merten)