Nachruf Dieter Rüttgers

Liebe Freunde der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft!

Schon wieder müssen wir eine traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen.

Unser Freund und Ehrenmitglied Dieter Rüttgers ist von uns gegangen..
Dieter war seit Januar 1968 Mitglied der Großen.

Er stammt aus der „Dommermuth“ Dynastie und seine Onkel Jupp, Leo und Peter Dommermuth
waren große Vorbilder für ihn.
So kam es auch, dass er im Duett mit Manfred Gniffke die Bütt der Großen eroberte.
Unter den Namen Amandu und Schamppes brachte sie das Publikum zum Dauerlachen und waren bald
in ganz Kowelenz bekannt.
Dieter liebte die Mundart und konnte sie auch perfekt sprechen, nicht zuletzt dadurch, dass seine
Wiege in der Weißer Gasse stand.

Nach seinem Abschied aus der Bütt aus gesundheitlichen Gründen, war er im Elferrat und bei den Hotzels aktiv. Er war ausgezeichet mit dem AKK Halsorden, der Vedienstnadel der Großen und 2011 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

2010 erschien auch ein von ihm verfasstes Buch über die Brüder Dommermuth und vor allem über seinem Onkel Jupp.

Dieter war stets ein Mann der leisen Töne.
Er wurde 80 Jahre alt.

Die Große trauert um ein hoch verdientes Mitglied, der allen Zeiten treu zu seinem Verein stand.

Lieber Dieter, wir danken Dir für all die schönen Studen, die wir mit Dir verbringen durften. Du warst die letzten Jahre sehr krank und deshalb solten wir auch dankbar sein, dass du von Deinen Leiden erlöst wurdest.

In Gedanken sind wir auch bei seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln in diesem schweren Tagen.

Mach et good, ahler Freund on hab vill Spaß met all dennen annere, die schon ove em Himmel send.

Dirk Crecelius
(GKKG Geschäftsführer)

Mondart

Bei ons am Rhein- on Musseleck

Do geht et Leit, die Sohn su dumm:
ons „Mondart“ wär net scheen!
Se schwätze Villes drom erom 
om rede gruße Teen.
Gemiehtlich klingt, dat mohß mer sohn,
ons Kowelenz Platt,
wenn zwei et richtig babbele dohn,
mer seine Spaß dran hat.

„S u   s c h w ä t z e   m e r!“ hann hei am Rhein
dat Herz am rechte Fleck,
weil mir gedaaft en Kowelenz sein,
am Rhein- on Musseleck.

On widder hat mer Leit, doe sohn:
„Dä Wein wär hei ze goht!“
drom nähte mir nix schaffe dohn,
dä Leichtsinn läg em Bloht.
Mir schaffe hei doch freeh on spät
on sein geweß net faul,
en Sempel es, dä suwat säht,
e richtig Leejemaul.

„S u   s c h a f f e   m e r!“ met Hänn on Feehs.
Werd och alsmol gezecht;
mer trinkt sei Vertelche geweß,
dat es net mieh wie recht!

Mir lache gär! worum och net?
als lustig sein bekannt,
on wo et wat ze feiere get,
do es mer bei der Hand.
Dat flott bei ons geschunkelt wierd 
es ganz nadierlich doch,
dat hann mir von däm Rhein geliehrt,
dä schunkelt nämlich och!

„S u   f e i e r e   m e r!“ met Schmeß on Schwung
Genörgels hat kai Zweck,
denn dä Humor bleift ewig jung
am Rhein- on Musseleck!

von Josefine Moos

Moddersprochpreis 2018 an Franz-Josef Möhlich

Mit dem Moddersprochpreis wurde in diesem Jahr der Präsident der AKK Franz-Josef Möhlich ausgezeichnet.

Die Große war der Meinung, dass der Preisträger sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung der Mundart und des Brauchtums einsetzt, nicht nur im Karneval.
Deshalb hat er diese Auszeichnung auch mehr als verdient.
Laudator war Heinz Kölsch.
Die Übergabe des Preises fand im Rahmen des Königsbacher Altstadtfestes an der Liebfrauenkirche statt.

„Herzlichen Glückwunsch Franz-Josef und alles Gute weiterhin“